Speedflying

Speedflying - Speedriding - Miniwings
Speedflying

Vom Gleitschirmpiloten zum Speedflyer

Was ist Speedflying?

Speedflying, auch bekannt als Speedriding oder Speedgliding ist eine neue Sportart die kleine, kompakten Gleitschirme und Freeride Ski verbindet. Ist wird in steilen Gelände vorallem im Winter ausgeübt, wobei geflogen und gefahren wird. Speedflying kann, eine gute Ausbildung und Verantwortungs bewusstes Handeln vorausgesetzt, sicher betrieben werden.

Was ist der Reiz am Speedflyen? Das Spiel mit dem Hang, wo durch Nähe zum Grund die Geschwindigkeit und Präzision des Rides spürt.

Toni: „…Ein schnell geflogener und perfekter Ride in einem steilen Gelände erinnert mich an den freien Fall aus dem Flugzeug!…“

Das Gleitschirm-Brevet ist Grundvoraussetzung für die Ausbildung zum Speedrider. Als eine Erweiterung dazu bietet airpole spezielle Speedflying Kurse inklusive Prüfung an. Fallschirmspringer bringen schon einiges Erfahrung mit kleinen Schirmen mit. Das Fliegen am Hang ist aber von vielen Faktoren abhängig, die in der Gleitschirmausbildung erlernt werden. Auf keinen Fall darf ohne Instruktionen geridet werden, dies ist nicht nur ungesetzlich sondern im höchsten Masse grobfahrlässig, wie die zahlreicher Unfälle unausgebildeterter Rider gezeigt hat.

Material: Auf den ersten Blick scheinen die kleinen, gleitwinkel-schwachen Schirmchen als einfach zu konstruieren. Beim kritischen Tests treten aber bald Stärken und Schwächen der zahlreichen Modellen zu Tage. Eigenschaften wie Startverhalten, Kappenstabilität und Roll-Stabilität varieren stark und sind nur bei wenigen Modellen top. Augenmerk muss auf ausserdem auf die Flächenbelastung gelegt werden, viele Unfälle haben zu kleine Schirme als Ursache.

Speedflying braucht enorm Platz: Nur wenige Spots verfügen über so grosse, steile und hindernisfreie Hänge. Es sei darauf hingewiesen, das die Benutzung von Skipisten verboten ist! Leider sind einige Rider zuwenig sensibilisiert, dass sie durch die hohen Geschwingkeiten und ihre tiefe Flugbahn eine Gefahr für Unbeteiligte am Boden darstellen. Darum Zuschauer und Freerider sehr grosszügig überfliegen oder besser eine Linie neben Menschen am Boden wählen.

Ist Speedflying gefährlich?

Nein, vorausgesetzt der Speedflying Pilot ist gut ausgebildet und betreibt den Sport mit Vernunft. Selbstredend ist auch beim Speedflying Vorsicht geboten, dies gilt aber für jede Freizeitaktivität und für jeden Flugsport.

Ja, gefährlich ist Speedflying und Miniwing fliegen auf jeden Fall für Autodidakten: Dieser Sport kann nicht sicher mit Ausprobieren und Erfahrungen sammeln erlernt werden sondern braucht ein Coaching auf hohen Niveau, um Gefahren ausschliessen zu können.

Miniwings

Miniwings sind kleine Gleitschirme, die sich aber nicht nur durch die Grösse der Fläche von Speedflyern oder Gleitschirmen unterscheiden. Ihr Anwendungsspektrum muss aber differenziert betrachtet werden, sei es Fun-Flying, Thermik, Hike+Fly, Contour-Flying, Acro, Speedflying bis hin zum Speedriding. Die Einfachheit der Geräte bei idealen Bedingungen, lässt die anspruchsvollen Facetten der Kleinschirme oft vergessen. Auf keinen Fall sollte man mit diesen kleinen Tüchern einfach drauflos fliegen, sondern sich bei kompetenter Stelle zuerst schlau machen.

Willst Du mehr über Miniwings oder Speedflying erfahren? Dann und insbesonders vor der Anschaffung und erst recht vor dem Fliegen mit „überladenen“ Geräten, empfehlen wir den Besuch des Theorieabends. Dort erfährst ausführlich, worin sich die Geräte unterscheiden und für welchen Anwendungszweck sie geeignet sind. Dies ist der sicherste Weg, dass Du das richtige Fluggerät anschaffst und dieses mit viel Freude und Sicherheit geniessen kannst.

Speedflying Hoch-Ybirg

Im Hoch-Ybrig finden wir ideale Bedingungen fürs Speedriding vor. Der Lawinenhang neben der Weglosenabfahrt ist wie gemacht für diesen Sport. Speedflyer sind hier abseits der Pisten willkommen. Es ist einer der längsten Rides in den Voralpen mit einfachem Zugang, hoher Schneesicherheit und hoher Frequenz.

Um das geniale Gebiet für den Sport erhalten zu können, gelten folgende Regeln:

  • Gebietseinweisung ist erfordlich: Der Hang selber ist einfach und für Anfänger geeignet, aber es sind zahlreiche Seile vorhanden die man unbedingt kennen muss. Die Einweisung erfolgt durch den Speedflying-Instruktor (BAZL) von Airpole und ist kostenlos (079 246 47 48).
  • Startplatz kleiner Sternen, Eingang Weglosen: Da vom oberen Startplatz die Piste überflogen werden muss, darf nur bei guten Bedingungen und genügend grossen Schirmen gestartet werden. Die Pistenkurve muss immer mit genügend Reserven überflogen werden. Keine extremen Schirme oder Starts bei zuviel Westwind. Mit extremen Schirmen kann neben der Kurve, nach  Einfahrt Weglosenabfahrt gestartet werden. Dort führt das Couloir direkt in den Hang.
  • Landplatz Tunnel: Bei offener Talabfahrt oberhalb der Piste landen. Unterhalb ist, falls nötig auch möglich.
  • Kein Überflug von Freeridern: Da der Hang von zahlreichen Freeridern genutzt wird gilt folgende Regelung: Freerider dürfen nie überflogen werden, stets seitlich ausweichen.
  • Wie schon der Name des Ridinggebiets sagt, ist Lawinensicherheit ein Thema. Günstige LVS und eine speziell für Speedflyer geeignete Schneeschaufel, die gleichzeitig als Rückenschutz wirkt, können bei Airpole bezogen werden.
  • Riding mit Sommerspeedflyer, Hybrid, Miniwings etc.: Werden diese Geräte wie Speedflyer eingesetzt (z. B. Riding, Touch-and-Go, Contourflying, etc.), dann haben diese Regeln dieselbe Gültigkeit und inbesondere die Einführung ist für sicheren Flugspass unerlässlich.

Vielen Dank für das Einhalten der Regeln und Viel Spass beim Speeden!

Speedflying Ausbildung bei Airpole

Entscheidend für das sichere Ausüben dieser Sportart, ist eine fundierte Ausbildung. Diese baut auf dem Wissen und der Erfahrung mit dem Gleitschirm auf. Vorraussetzung ist somit das Gleitschirmbrevet und Routine als Gleitschirmpilot. Ausserdem muss der angehende Speedflying Pilot Ski fahren können, da ein effiziente Ausbildung nur im Winter durchgeführt werden kann. Speedflying ohne Ski im Sommer ist zumindest in Schweiz ein Spezialfall und birgt zusätzliche Risiken, die hohe Anforderungen an den Piloten stellen.

Was aber durchaus Sinn macht, ist auch ohne Skiern am Übungshang erste Erfahrungen mit einem grösserem Speedflyer zu machen. Interessenten können sich unter „Events“ anmelden, und sich den Gleitschirm Schnupperkurse oder Übungshangtage anschliessen. Die eigentliche Ausbildung erfolgt dann aber im Winter auf Skis. Mittelmässige Skifahrfähigkeiten sind ausreichend, wer gut Ski fahrn kann profitiert selbstverständlich. Bevor erste praktische Übungen mit den Speedflyer gemacht werden, ist eine theoretische Einweisung Pflicht, diese geschieht mittels Theoriekurs (siehe „Events“) der in der Regel an einem Abend stattfindet.

Während der Ausbildung werden, theoretische Teil-Prüfungen abgelegt, um sicher zu stellen, dass der Pilot die Grundsätze des Speedflyings verstanden hat. Lerntempo und Fortschritt ist wie bei Airpole üblich individuell. Oft stellen wir in der Speedflying-Ausbildung Defizite in der Gleitschirmausbildung fest, die beim Speedflying zum Vorscheinkommen. Selbstverständlich werden diese aufgegriffen, so dass viele unserer Kursteilnehmer auch im Gleitschirmfliegen Fortschritte machen.